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Am Freitag, 15. Juni nahmen 24 Personen an der von Theo Hauser organisierten Führung bei der Kräutergärtnerei Bottlang in Stetten teil.

Die Führung durch den Inhaber Dani Bottlang zog sich in die Länge, es gab so viel Spannendes zu hören. Praktisch zu jedem Pflänzchen gab es eine Geschichte zu hören. Nach dem Rundgang nutzten diverse Vereinsmitglieder die Gelegenheit, sich mit altbewährten oder gerade neu entdeckten Kräutern einzudecken und ihr persönliches Kräutersalz herzustellen. Der phänomenale Apéro, der von Heidi und Theo Hauser sowie von Verena Hunziker organisiert und finanziert wurde, war so lecker, dass wohl kaum jemand auch nur einen Gedanken an die parallel dazu verlaufenden WM Spiele verloren hat. Nochmals besten Dank den Organisatoren und Spendern!

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Heidi

Am 5.4. nahmen 18 Personen an der Führung bei Brings in Wohlen teil. Wir wurden dort von Herr Römer persönlich begrüsst und durch den äusserst vielseitigen Betrieb geführt. Auf dem gut 2.5ha grossen Areal werden jährlich 100’000t Material umgeschlagen. Geliefert werden Abfälle aller Art von Bern bis in die Innerschweiz.

Nebst Bergen von Metall, Papier (z.B. palettenweise Kundenschreiben der Credit Suisse), Karton und Holz interessierte natürlich der gesammelte Kunststoff. Obwohl dieser auf dem sehr volatilen Weltmarkt momentan kaum rentabel verkauft werden kann, animiert uns Herr Römer, den Kunststoff weiterhin zu sammeln und räumte gleichzeitig mit mehreren Ammenmärchen auf. Unter anderem schilderte er, dass die Kehrichtverbrennungsanlagen sogar lieber auf zu viel Kunststoff verzichten, da die Verbrennung sonst zu heiss werde, oder dass der grösste Teil des Kunststoffes nach dem Sammeln verbrannt würde. Zur Zeit liegt die Recyclingquote bei 60%. Vom Rest wird ein Grossteil als Ersatzbrennstoff in Hochleistungsöfen zugeführt.

Welch eine interessante Führung war das! Herr Koch vom Stadtführer Team Bremgarten führte unsam Restaurant Bijou vorbei über den Reussweg in die Altstadt. Wer hat schon gewusst, dass dasGebäude, in dem das Restaurant Bijou sich befindet, früher der Schiessstand von Bremgarten warund wer hat gewusst, dass der Reussweg früher Heinrich Bullinger Weg hiess? Heinrich Bullinger 1504 in Bremgarten geboren, war Pfarrer und ein Mitstreiter von Zwingli und wurde nach dessen Todzum Leiter der Zürcher Kirche ernannt. Aus Bremgarten, das damals katholisch war, wurde er mitseiner Familie verbannt.

Die Überquerung der Reuss war damals noch ein grosses Unterfangen, denn die Brücke wurde erstviel später erstellt. Die Wasserkraft wurde damals für Mühlen, Gerbereien, Schmieden etc. entlangder Reuss in der Unterstadt genutzt. Der Turm, den man vom Reussweg oder Casino gut sehen kann, hat keinen historischen Wert. Wurde er doch 1900 von einem Privaten erstellt, der angeblich Asthma hatte und „Höhenluft“ benötigte. Der Hexenturm als Monument der Stadtbefestigung wurde wie der Name sagt, zur Verfolgung von Hexen genutzt. Herr Koch erwähnt schaurige Geschichten über die Hexenverfolgung und deren Schicksale. Einen Eindruck über das Verliess im unteren Teil des Turmes konnten wir spüren, nachdem die Tür geschlossen und das Licht ausgemacht wurde. Zugang war damals nur über ein Seilvom ca. 5 m höheren Boden möglich.

Wer kennt schon „klein Vatikan“? Es ist ein eindrückliches Ensemble aus kirchlichen Bauten. Was warda 1984 los? Die renovierte Kirche brannte und selbst die Glocken blieben nicht verschont. Ein Fragment einer Glocke ist noch im Garten zu sehen. Entlang den Resten der Stadtmauer wurden wir an dem ehemaligen Kindergarten zum nächsten Turm, dem Heinrich Turm geführt. Dieser war ähnlich erbaut und diente als Gefängnis für Männer. Jetzt verliessen wir die Unterstadt über den „Kratzistiege“ zur Oberstadt. Woher der Name stammtist nicht eindeutig belegt. Kratzig kommt von kratzen, aber was führte zum Kratzen? Das Tragen der Körbe mit Obst, Gemüse etc. vom Unter- ins Oberdorf? Oder der Dreck in der Kleidung der Arbeitervom Unterdorf? Gewiss ist, dass schon damals eine Diskriminierung zwischen Arbeitern und bessergestellten gab, die im Oberdorf lebten.
Der Brunnen nahe dem Amtsgebäude war ein wichtiger Begegnungsort, wo gewaschen und Wassergeholt wurde. Weiter ging’s zum „Schellenhausplatz“. Was hat es mit diesem Namen auf sich? Im Schellenhauswurde Strafgefangene untergebracht, die für Dienstarbeiten der Stadt eingesetzt wurden. Um deren Entweichen zu verhindern, wurden ihnen Schellen umgehängt, die man weit hören konnte (war keineschlechte Idee). Heute wird das Haus von vielen anderen Vereinen und Institutionen genutzt. Wer hat schon mal den „Schiessiplatz“ in Bremgarten gesehen oder von ihm gehört? Hat nichts mit Schiessen zu tun, sondern mit dem Abfall der damals produziert wurde und an diesem Platz zwischenden Häusern der Rechengasse, Sternengasse und Marktgasse deponiert wurde. Es muss furchtbar gestunken und Seuchen von hieraus ihren Ursprung genommen haben. Heute sieht es zwar nichtbesonders schön dort aus, aber der Abfall ist beseitigt. Zum Ende wurde uns noch die westliche Turmuhr zur Stadt gerichtet im Spittelturm erklärt. Das Zifferblatt enthält nebst der Zeit, das aktuelle Sternzeichen und den Wochentag anzeigt. Darüberwird der Stand des Mondes in Form einer Kugel angezeigt. Es war eine interessante Führung, die uns ein wenig in die Geschichte von Bremgarten einführte, diedoch so viel schon erlebt hat, besonders während des Wandels von den Habsburgern zurEidgenossenschaft.

Die Mitglieder des Quartiervereins sind zusammen zurückgelaufen in die Geschichte. Das ging ganz einfach. Etwa 25 Teilnehmern sind gestartet bei Wildegg. Der Wanderweg führt durch dem Wald und bietet ständig Aussicht über die Aare. Auf dem höchsten Punkt gab es Gelegenheit für ein Picknick aus dem Rucksack.

Nach zirka 10 Km zeigte sich das Schloss Habsburg über dem Kornfeld. Während der Rundführung lernte man über Habichten, nur 2 Gersten Malzeiten am Tag und die minimale Heizung die vor allem adelige Frauen geniessen konnten. Zum Glück konnten die Teilnehmer dann doch rasch wider zurück in die jetzige Zeit kehren.

 

Nach einer kurzen Anreise in die Zentralschweiz, nach Melchsee-Frutt, fanden wir (8 Erwachsene und 2 Jugendliche Teilnehmer) heute alle eine Möglichkeit, uns sportlich zu betätigen - sei es beim Schneewandern dem gefrorenen Tannensee entlang, beim Schneeschuhlaufen oder aber beim Skifahren. Dank vorzüglichen Schneeverhältnissen kamen wir alle voll auf unsere Kosten und genossen die grandiose Winterlandschaft. Auch der gemütliche Teil kam nicht zu kurz und beim Mittagessen im Restaurant Tannalp hatten wir sogar Zeit, um einen kurzen Jass zu klopfen!
Vor der Rückreise resp. beim Apéro im Cheminéeraum des Hotels Frutt-Lodge waren sich alle Teilnehmer einig, dass man den heutigen Tag sehr genossen hat und wir uns freuen würden, wenn auch im nächsten Jahr wieder ein Schneesport-Tag stattfände!

Gruppenbild

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Nicht weniger als 35 Interessierte Mitglieder und Freunde des Quartiervereins Oberdorf besammelten sich am Sonntagmorgen in Zufikon, um die Fahrt zum Gotthardpass anzutreten. Nach der Ankunft führte uns der Präsident des Stiftungsrates, Alfred Markwalder, mit einer guten Präsentation in das Projekt ein und gab uns einen ersten Eindruck von der einst unbezwingbaren und geheimen Festung „Sasso San Pigna“. Diese ehemalige Festung wurde 2001 aus der Geheimhaltung entlassen und in den ehemaligen Kavernen ist heute das einzigartige Museum „Sasso San Gottardo“ dem Publikum frei zugänglich. Wir waren also sehr gespannt, wie sich die einstigen Verteidigungsanlagen heute präsentieren. Nach dem feinen Mittagessen in der Scuderia startete die Besichtigung bei kühlen, unterirdischen 11°. Die militärisch Interessierten mussten sich aber noch gedulden, da im Museum auch noch andere Themen ausgestellt sind. Allein die Besichtigung einer über 1.5 Tonnen schweren Kristallgruppe hat sich gelohnt. Auf einer Fläche von 3 auf 3 m dehnen sich die Kristalle aus und der grösste ragt über einen Meter in die Höhe. Die Gruppe ist am Planggenstock in der Nähe der Göscheneralp gefunden worden und kann hier im Museum besichtigt werden. Nach einem weiteren Marsch durch das Labyrinth der vielen Gänge sind wir endlich angekommen bei der Talstation der „Metro del Sasso“. Diese ehemalige Transportbahn für Munition und Ersatzteile bestiegen wir, um die 450 Treppenstufen zu den Geschützen zu überwinden. Im Geschützraum hatte man den Eindruck, dass die Soldaten im nächsten Moment wieder zurück kommen würden. Beeindruckend waren auch die Geschosse mit einem Durchmesser von 15 Zentimetern und vor allem die maximale Reichweite von 27 Kilometern, wenn man bedenkt, dass die italienische Grenze nur 14 Kilometer vom Sasso entfernt ist. Auch die anderen besichtigten Stände und Kavernen boten einen vielseitigen Einblick in die Arbeit und Tätigkeiten der insgesamt 420 Personen, welche dort zur Verteidigung der Schweiz gewirkt haben. Die drei Stunden in der historischen Festung gingen schnell vorbei und da hatten wir den Kaffee am Schluss der Führung wohl verdient. Im Gästebuch des Museum hinterliess der Quartierverein seine Spuren mit der Bemerkung: Wir danken Alfred Markwalder für die sehr kompetente und lehrreiche Führung recht herzlich.

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Eine kleine Schar wanderfreudige Mitglieder des Quartiervereins trafen sich gegen 08:30 Uhr beimZufikerhuus und starteten mit Hans Gugerli Richtung Unterlunkhofen, Oberlunkhofen und Jonen. Dort trafen wir beim Parkplatz Himmelrich weitere Mitglieder, Gäste und Kinder welche uns nun begleiteten. Der Anstieg von Obschlagen nach Litzi war mit den Kinderwagen schon eine erste Herausforderung. Nachher ging’s weiter über schöne Feldwege in den Wald bei Teufimatthau. Hier wurden im Jahre 1898 die Reste eines römischen Gutshofes entdeckt und später freigelegt. Sehr viele Räume konnten nachgewiesen werden, welche teilweise mit einer Heizung ausgestattet waren. Weiter folgten wir unserem ortskundigen Führer zurück ins Jonental. Kurz vorher trafen wir auf den Ämtlerweg im Kanton Zürich und folgten diesem bis zum Freiämtlerplatz. Hier brannte schon ein Grillfeuer und es konnte grilliert werden. Vorher gab es noch einen Schluck Weisswein und Chips zum Apéro. Nach dieser Stärkung spazierten wir weiter bachabwärts zur Kapelle Jonental. Diese Kapelle inmitten einer Waldlichtung gilt als der bedeutendste Marienwallfahrtsort im Kanton Aargau. Nacheiner kurzen Besichtigung der barocken Ausstattung führte der Weg zurück zum Parkplatz. Der Quartierverein Oberdorf bedankte sich bei Hans Gugerli für seine kompetenten Ausführungen und die Leitung der Wanderung mit einem Korb mit Spezialitäten aus dem Freiamt.

Fotos Heinz Keller

Bericht Werner Gerber

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